Chronik

Chronik der „Dieburger Musikanten e.V.“

 Am Sonntag, dem 13.11.1960 fanden sich in der Dieburger Gaststätte Mainzer Hof zahlreiche Mitglieder der Interessengemeinschaft „1. Fanfaren-Corps Kreisstadt Dieburg“ ein, um die lange vorbereitete Gründung ihres Vereins als „e.V.“ unter Versammlungsleiter Friedel Amrhein vorzunehmen.

Zielsetzungen des neuen Vereins sollte die Pflege kultureller Dinge sein und insbesondere das akustische und optische Verschönern von Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Stadt.

Bereits im Jahre 1961 wurde zusätzlich ein Jugendmusikzug aufgestellt und schon 2 Jahre später eine Mädchenschaugruppe (Majoretten) in den aktiven Fanfarenzug eingegliedert.

Als dann im Jahre 1963 dem Verein bereits zwei Musikzüge (aktives Fanfarencorps und Jugendzug) mit gleichem Leistungsniveau zur Verfügung standen, konnte man an der darauf folgenden Fastnacht der Öffentlichkeit einen fast 80 Mann umfassenden Fanfarenzug vorstellen. Von diesem Zeitpunkt an gehörte man auch regelmäßig zu den Teilnehmern der Hessentage. Nach dieser bis dahin doch sehr ermutigenden Entwicklung des jungen Vereins, widmete man das Jahr 1965 einer besonders großen Herausforderung, nämlich der Teilnahme an der Weltmusik -olympiade im niederländischen Kerkrade. Auf dieses große Ereignis bereitete man sich nun sehr intensiv vor. Die Bemühungen fanden ihren ersten Lohn in der Qualifikation für die erste Division bei der Weltmusikolympiade 1966. Schließlich erzielte der Verein in dieser schwersten Klasse den ausgezeichneten 2. Platz und wurde damit Vizeweltmeister und Gewinner der Silbermedaille.

Bedingt durch diesen Erfolg hatte man in der darauf folgenden Zeit viele Einladungen zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen in und außerhalb der Heimatstadt Dieburg.

 Im Jahre 1969 kam der Wunsch auf das musikalische Repertoire deutlich zu erweitern, daher begann man mit der Umstellung auf so genannte Ventilinstrumente. Dazu waren jedoch einige grundlegende Neuerungen notwendig. So kamen nicht nur die Anschaffung neuer Instrumente und das Erlernen von Noten auf die Musiker zu; nein, es wurden noch weitere Probleme deutlich. Da sich nicht alle diesen Herausforderungen gewachsen fühlten, kehrte ein Teil der Musiker, nun als ,,1. Fanfarenzug Dieburg“ wieder zur Fanfarenmusik zurück.

Übrig blieben knapp 30 Musiker mit unverändert progressiven Vorstellungen ihres künftigen Musikprogramms. So begann man noch im Jahr 1971 mit der Blasmusik.

In diese Zeit fällt dann auch die Namensänderung des Vereins. Neben dem „1 Fanfaren-Corps.“ gab es nunmehr die Dieburger Musikanten e.V.“.

Diese erweiterten schon recht bald nach der Namensänderung erneut die Palette ihres musikalischen Programms und stellten nun auf Tanz- und Unterhaltungsmusik um.

Erstaunlich ist die Tatsache, dass man auch in dieser doch für alle neuen Sparte der Musik recht schnell ein gutes Leistungsniveau erreichte und bereits 1977, den Zielen des Vereins entsprechend, zur Umrahmung und Verschönerung der Feierlichkeiten anlässlich der 700-Jahr-Feier der Stadt Dieburg beitragen konnte.

Dies mag für alle Musiker ein Ansporn gewesen sein, sich nun noch mehr ihrem Hobby zu widmen. Nach mehreren Auftritten außerhalb der Heimatstadt war es wieder die Big-Band mit ca. 30 Musikern der „Dieburger Musikanten e. V.“, die auch bei den Einweihungsfeierlichkeiten des neuen Rathauses spielte.

Die Big-Band spielte in den folgenden Jahren auf vielen Tanz- und Unterhaltungsveranstaltungen auf, erwähnt sei hier Traisa zur Faschings- und auch zur Weihnachtszeit, die Kerb, Fastnacht und Festbälle, dass Schlossgartenfest, diverse Vereinsfeiern sowie Wochenendengagements usw.

All das mag ein Beweis für die Vielseitigkeit dieser einheimischen Band sein, deren Musiker allesamt Amateure sind und daher auch ohne Gagen spielen.

1993 stellten die „Dieburger Musikanten e.V,“ Ihre musikalischen Arrangement  ein, verstanden es aber dennoch die Mitgliederzahl auf rund 400 Mitglieder auszubauen. Vereinsausflüge, Grillabende, Familientage, Teilnahme am Dieburger Stadtlauf und verschiedenster sportlichen Wettkämpfe , Ermittlung des Schützenkönigs gehören genauso wie der jährliche Stand am Dieburger Martinsmarkt zu den kulturellen sowie geselligen Aktivitäten des heutigen Vereinslebens der „Dieburger Musikanten e.V.“

 

Besonders hervorzuheben sei an dieser Stelle der „Partyservice“ der nun seit ca. 20 Jahren im unverkennbaren Pinguindress immer wieder  Mitglied, Freunde und Gönner sowie Honoratioren zu Jubilaren oder Familienfeiern überraschen.